Wir nehmen einen aktuellen Übergriff zum Anlass, um über ein wichtiges Thema zu berichten und Hilfestellung zu geben.
Es geht um Diskriminierung, Beleidigung, körperliche Angriffe und andere Übergriffe. Eine Übungsleitung wurde nach dem Training von drei Personen angegriffen und beleidigt. Wir sind schockiert und verurteilen diese Tat auf das Schärfste. Wir stehen der betroffenen Person zur Seite und unterstützen sie überall dort, wo wir helfen können.
Für uns als Verein ist es sehr wichtig, dass alle Teilnehmenden sich vor, während und nach dem Training sicher fühlen. Dafür setzen wir uns mit Nachdruck ein, tragfähige Lösungen zu finden, die einen sicheren Kursbetrieb für alle gewährleisten. Wir rufen aber auch dazu auf, eigene Maßnahmen zu ergreifen.
Sollte dir etwas passieren oder etwas Verdächtiges auffallen, melde dies bitte bei der Polizei bzw. bei der Melde- und Informationsstelle für Queerfeindlichkeit NRW beim Queeren Netzwerk und wende dich an uns. Wir unterstützen bei Bedarf zum Beispiel bei der Anzeigen-Erstattung, suchen nach Optionen zur Verbesserung der Situation an Trainingsorten oder können ins Gespräch mit der Polizei und der Stadt gehen. Auch für Gespräche stehen wir jederzeit zur Verfügung, denn niemand soll solch eine Situation mit sich allein ausmachen müssen.
Seit dem 17. März ist die Melde- und Informationsstelle MIQ NRW online unter www.miq.nrw.
Das Projekt MIQ ist eine Melde- und Sammelstelle für queerfeindliche Vorfälle, vom Onlinekommentar bis hin zu physischen Angriffen. Über ein Webformular kann jeder Vorfall einfach und anonym dokumentiert werden. Zweck ist zunächst die Sammlung von Ereignissen, da ein großer Teil der queerfeindlichen Vorfälle nicht zur Anzeige gebracht wird. Durch die Analyse der Meldungen können Bevölkerung und Politik besser informiert und gezielte Präventionsmaßnahmen erarbeitet werden. Hinter dem Projekt stehen das Queere Netzwerk NRW als Träger und ein Zusammenschluss queerer Selbstorganisationen.
„Wie trainiere ich eigentlich Schwule?“ – Queerfeindlichkeit im Sport.
Mit diesem Titel hat Fluter. – das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung das Thema aufgegriffen.
Ein Kamerateam hat unseren Max an einem Trainingsabend begleitet. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher Einblick in die Thematik und zeigt auf, welche Hürden immer noch im Sport genommen werden müssen. Und solange wir Diskriminierung (nicht nur) im Sport haben, braucht es die Schutzräume, die der SC Janus anbietet.
Schau Dir hier das Video an: www.fluter.de/film-was-tun-gegen-queerfeindlichkeit-sport