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07 Sep

Der SC Janus hatte zur Herbstwanderung geladen und über 20 Wanderbegeisterte plus 2 Fellnasen reisten ins Bergische Land, um dabei zu sein. Das Wetter war wenig herbstlich, so dass bei strahlendem Sonnenschein freiliegende Körperteile mit Sonnencreme eingerieben wurden.

Nun ging es durch Wald und über Wiesen und Felder den Bauernhofweg der Bergischen Streifzüge entlang. Bauer*innen haben wir nicht gesehen, wohl aber deren Tiere wie Kühe und Hühner, die uns Stadtbewohner*innen Milch und Eier schenken.

Nach 5 Kilometern erreichten wir in einem bewaldeten Tal die Gammersbacher Mühle und entschieden uns für eine längere Pause, da ein Ausschank mit kalten Getränken, Kartoffelsalat, Wurst, Rievkoche und Kuchen lockte. Es entwickelte sich ein ausschweifendes Gelage, in dessen Verlauf sich die Reiseleitung wie schon im Jahr 2021 eine Nussecke elefantöser Dimensionen gönnte.

Eine Nussecke wie ein Hochhaus: Wenn das nicht glücklich macht, was dann?

Das Ponyreiten indes wurde nicht genutzt, die Tiere waren für Erwachsene einfach zu klein. So wünschten wir den Ziegen und Pfauen einen guten Tag und zogen satt und abenteuerlustig weiter.

Wir streiften kurz die Agger – das ist ein Fluss – und stellten hinter Wahlscheid fest, dass ein großer Teil des Bergischen Landes aus einem weitläufigen Golfplatz besteht. Aber auch den ließen wir schließlich hinter uns und erreichten schon bald wieder unseren Ausgangspunkt, den Bahnhof von Honrath.

Herbstwanderung des SC Janus: auf dem Weg durch Lohmar

Die Reiseleitung zählte einmal durch und konnte erleichtert feststellen, dass niemand fehlte. So nahm man Abschied bis zum Oktober, wenn wir das letzte Mal gemeinsam durch die Gegend schweifen.

Die vorläufig letzte Wanderung in diesem Jahr findet am 30.10.2022 statt.

30 Aug

Deutschland ist Vize-Europameister! Tolle Mannschaften, hohes Spielniveau und faire Spielerinnen. Der Frauenfußball gewinnt endlich mehr an Popularität.

17,9 Millionen Fans schauten Sonntagabend vor den TV-Bildschirmen zu, bei einem Marktanteil von 64,8 Prozent. Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland ein Frauenfußballspiel im Fernsehen gesehen. Eine starke Turnierleistung wurde erbracht und jede Menge Herzen gewonnen. Mit welcher Leidenschaft und gleichzeitigen Leichtigkeit, Spielfreude und Teamgeist die Mannschaft dieses Turnier begangen hat, begeisterte ganz Deutschland.

England ist zum ersten Mal Europameister bei den Frauen. Im Finale von Wembley siegte der Gastgeber mit 2:1 nach Verlängerung gegen die DFB-Frauen, die schon vor dem Spiel den ersten Rückschlag hinnehmen mussten, da Torjägerin Alex Popp verletzungsbedingt passen musste.

Die Statistiken sprechen – außer beim Toreschießen – für Deutschland. So sind wir ganz vorne, wenn es um Angriffe, Abwehr, Abschlüsse, Zweikämpfe, zurückgelegte Distanz (693 km), Bälle gewonnen und Zu Null-Spiele geht.

So viel Potential, da geht noch mehr. Nämlich bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen: Die soll von 20. Juli bis 20. August 2023 in Australien und Neuseeland stattfinden. Wir bleiben am Ball!

05 Aug

Am 31. Juli im Jahre 2010 begannen die Gay Games VIII in Köln und viele Tausend Menschen kamen, um gemeinsam Sport zu treiben. In diesem Geiste stand die Gay Games Memorial Wanderung: Diesmal sind 18 km Strecke mit 500 Höhenmetern zu meistern, also nichts für Fußfaule und Gelegenheitswanderer*innen.

Startpunkt ist der beschauliche Ort Niederdollendorf, der an einem Sonntagmorgen den Charme einer aufgegeben Goldgräberstadt versprüht. Wer nicht genug Nahrung eingepackt hat, wird hier auch nichts mehr bekommen. Mit 11 Personen brechen wir auf, lassen Häuser und Asphalt hinter uns und verschwinden im Wald. Nach einer Stunde holt uns eine junge Frau ein, verspätet am Treffpunkt erschienen, die uns mit schnellen Schritten und einer Abkürzung eingeholt hat. Respektvolles Raunen unter den anderen Wandernden, die zum Teil schon mit Schweiß und Tränen ringen.

Wir gelangen an zahlreiche Schluchten im Wald, die man nicht betreten, aber anschauen darf. Wer mag ermessen, was die Schluchten schon alles durchmachen mussten. So geht es weiter über Obstwiesen und durch den Wald, bis wir eine Stelle mit schroffen Felswänden finden, die mehr nach Grand Canyon aussieht als nach Königswinter. Welche Kräfte mochten diese Felsen geformt haben? Ehrfürchtiges Staunen angesichts der Gewalten der Natur. Bis die Reiseleitung lapidar ein Schild vorliest, dass hier von Menschenhand der Stein Basalt abgebaut wurde, vornehmlich um Kirchen daraus zu bauen. Eine gewisse Enttäuschung greift um sich und man zieht weiter.

Schroffe Felsformation in Königswinter
Wir kommen an einer Schänke vorbei, die von Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen belagert wird. Hier könnte man nun Wasser und Nahrungsmittel auffüllen, aber niemand will sich die Blöße geben, nach einem Viertel der Strecke eine Stärkung zu brauchen. Was sich später rächen wird.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur beginnen lästig zu werden. Die Reiseleitung überlegt, ob zwei Tage Volleyball bei den EuroGames die richtige Vorbereitung für diese Tour waren. Der Ölberg, der höchste Gipfel des Siebengebirges, kommt in Sicht und die Gruppe beschließt, diesen zu besteigen. Eine letzte Anstrengung, ein letztes Mal nach Luft ringen und wir sind oben. Prächtige Aussicht bis nach Köln, ein leichter Wind, aus dem Restaurant weht der Geruch nach Kroketten und Braten herüber. Wir essen Gemüse und Schokokekse.

Es geht weiter Richtung Petersberg. Auf dem Weg treffen wir auf die Burgruine Rosenau, wo uns ein Schild unmissverständlich vor „Lebensgefahr“ warnt. Wilde Tiere? Steinschlag? Mordlüsterne Geister? Sofort teilen wir uns auf und erkunden die Ruine und ihre Umgebung, finden aber nur ein tiefes Loch und Blumen.

Wir waren gewarnt worden: Lebensgefahr

Wir bemerken, dass zwei Personen aus der Gruppe fehlen. Die Reiseleitung macht sich bittere Vorwürfe, das Schild „Lebensgefahr“ nicht ernst genommen zu haben. Dann eine Nachricht der Verlorenen: Sie wähnten sich vor uns, waren aber hinter uns, haben lange auf uns gewartet und sind dann falsch abgebogen. Sie würden nun versuchen, sind zum nächsten Badesee durchzuschlagen. Wir wünschen viel Glück und ein erfülltes Leben und steigen auf den Petersberg.

Hier steht ein nobles Hotel mit herrlichem Ausblick und zahlreichen Annehmlichkeiten wie Sauna, Schwimmbad und eigenem Biergarten. Hier logierten schon Königin Elisabeth und Bill Clinton. Wir hissen die Janus-Flagge und nehmen den Berg in unseren Besitz. Im Biergarten sollen wir dennoch für Speisen und Getränke bezahlen. Wir ziehen weiter. So macht sich nun der Hunger in der Gruppe breit, schließlich sind wir seit 4 Stunden unterwegs. In der Not pflücken wir Brombeeren von den Hecken am Wegesrand, was das Weiterkommen merklich verzögert.

Das gehört nun uns.

Die Reiseleitung lockt mit dem Besuch einer Eisdiele in Niederdollendorf. Prompt werden die Schritte schneller und schon bald ist die Zivilisation erreicht. Wir verlieren erneut zwei Personen, die sich im Gewirr der Gassen anscheinend verlaufen haben. Die Reiseleitung denkt darüber nach, bei der nächsten Tour GPS-Halsbänder zu verteilen, als die beiden vor uns auftauchen. Die Gruppe trennt sich in jene, die das Endspiel der Europameisterschaft sehen wollen, und jene, die jetzt nur noch Eis wollen. Wir stürmen das Eiscafe, nehmen alle freien Stühle weg und bestellen Spagetti-Eis in diversen Mengen und Variationen.

Beim Schlürfen von Erdbeer und Vanille denken wir dankbar an die Wanderung und an die Gay Games 2010 zurück.

26 Jul

Jedes Jahr organisiert das Eisenbahn-Fan-Team um Andreas Szöke von Partytrain.de mit viel Liebe den Gay Partytrain zum Canal-Pride nach Amsterdam. Die Centralbahn-Wagons verfügen über bequeme Abteile, die über den tollen Party-Wagon mit Musik (dezent) beschallt werden. Im Party-Wagon selbst gibt es Getränke, gute Laune, Geselligkeit und Programm.

Der „GAYPARTYTRAIN“ startet vom Rheinland aus zum Gaypride-Event! Zum 13. Mal geht es in die bunte holländische Grachtenstadt Amsterdam. Am 06. August 2022 findet im Rahmen der Amsterdam Gaypride wieder die Canal-Pride statt. Anders als in übrigen Städten mit LKW fahren hier über 100 bunt geschmückte Boote durch die Prinsengracht und die Amstel.

Zusätzlich finden an diesem Tag diverse Straßenfeste mit Bühnenprogrammen statt, die keine Wünsche offenlassen. Wo sonst lernt man schon auf dem Weg zum Event nette Leute kennen? Die Zeit vergeht fast wie im Flug.

Einsteigen und abfeiern heißt es in diesem Jahr ab folgenden Bahnhöfen:
> Mönchengladbach Hbf
> Köln Hbf
> Düsseldorf Hbf
> Duisburg Hbf
> Oberhausen Hbf
> Emmerich

Tickets für regulär 95 € pro Person gibt es unter www.railparty.de

Für Janüsse gibt es 5€ Rabatt: Bei der Ticketbestellung lediglich im Notizfeld das Kennwort „SC Janus“ eingeben. Veel plezier!

29 Jun

Das Sommerfest der Aidshilfe war auch in diesem Jahr im Rahmen des ColognePride Treffpunkt für Menschen mit und ohne HIV, ihren Freund*innen, Angehörigen und Nachbar*innen. Gleichzeitig ist es ebenfalls eine Gelegenheit, unseren Unterstützenden, Ehrenamtlichen sowie Kooperationspartner*innen für ihren Einsatz zu danken und sich weiter zu vernetzen.

Erstmalig fand das Sommerfest auf dem Elogiusplatz, nahe dem neuen Standort der Aidshilfe Köln statt. Der Platz wurde sommerfestgerecht gestaltet, mit Musik, kleinen Häppchen und Kalt- und Warmgetränken und bot den Anwesenden einen angenehmen Raum zum gegenseitigen Austausch. Wir waren wieder mit unserem Kuchenstand dabei und haben dank äußerst leckerer Kuchenspenden von SC Janus-Mitgliedern über €300,- eingenommen, die wir der Aidshilfe Köln spenden.
Wir freuen uns sehr darüber.

30 Apr

„Wie trainiere ich eigentlich Schwule?“ – Queerfeindlichkeit im Sport.

Mit diesem Titel hat Fluter. – das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung das Thema aufgegriffen.

Ein Kamerateam hat unseren Max an einem Trainingsabend begleitet. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher Einblick in die Thematik und zeigt auf, welche Hürden immer noch im Sport genommen werden müssen. Und solange wir Diskriminierung (nicht nur) im Sport haben, braucht es die Schutzräume, die der SC Janus anbietet.

Schau Dir hier das Video an: www.fluter.de/film-was-tun-gegen-queerfeindlichkeit-sport

30 Jan

„Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball” gedenkt in diesem Jahr Menschen, die während des Nationalsozialismus und später aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität diskriminiert und verfolgt wurden.

Schon zum 17. Mal hat die gleichnamige Initiative „Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ am 27.1.2021 diesen Tag ausgerichtet. Die KickIn! – Beratungsstelle Inklusion im Fußball in Kooperation mit Queer Football Fanclubs (QFF) und dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) warf abends einen gemeinsamen Blick auf die queere Sporthistorie der letzten 40 Jahre. Mit dabei: Maria Engels, unsere Diversity-Verantwortliche.

Maria berichtet von dem Abend: „90 Minuten lang führte uns die Journalistin und Moderatorin Frauke Oppenberg durch den Abend. Mit persönlichen Fragen entlockte sie uns ebenso persönliche Antworten. Es wurde über Rollenbilder gesprochen, die Wichtigkeit der queeren Sichtbarkeit wurde betont und die Zusammenarbeit der LSVD mit dem DFB in Bezug auf Homophobie und Transfeindlichkeit im Fußball wurde ebenfalls dargestellt und auf die Wichtigkeit dieser Kooperation hingewiesen.“ Marias Fazit: „Es war ein lockerer Talkabend mit interessanten Gästen und Themen, voller Erfahrungen und Einblicke in die queere Vereinswelt. Von1980 bis heute wurden Entstehung, Entwicklung und Erfolge dargestellt.“

Der Stream ist auf dem BBAG e.V. – KickIn! YouTube-Kanal verfügbar.

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